Terror Tussis Twerken ins Ziel.

Es ist geschafft! Auch wenn mein Po von meinem gescheiterten Spiderman Sprung zur Hangelleiter höllisch weh tut, habe ich den Hindernislauf sonst sehr gut überlebt. Ich habe selbstverständlich das Gerüst in der Luft nicht erwischt, dafür aber Rückwärts den Boden mit meinem Steißbein geküsst. Dieser hat sich gewährt und alles was von dieser Beziehung übrig geblieben ist, ist eine Prellung. Aber dazu noch später genaueres..

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Die letzte Trainings Woche:

Hart. Wirklich hart. Das Laufen Nachts bei strömenden Regen und Kälte war alles andere als lustig. Es war genau genommen eine Nervenprobe. Im Anschluss aufm Schulhof das Klettergerüst zu besteigen bei Regen – genau so beschissen. Dann am nächsten Tag der Lauf erneut auf den Höllen Berg , hat meine Nerven komplett strapaziert und ich hielt es für eine Verschwörung des Trainers gegen mich. Also waren die Äste die ich nach ihm geworfen habe an dem Tag meiner Meinung nach völlig berechtigt. Das letzte Training fand dann aus Sicherheitsgründen  mit Locke gemeinsam statt^^ Letzte Einheit war die Sprintstrecke im Wald bei der wir jedes mal unsere eigene Zeit toppen mussten. Ich sage nur, ich fühlte mich wie eine Maschine. Locke war auch eine Maschine, nur das sie bei der letzten Runde kurz den Boden geküsst hat, aber sie ist eben ein sehr dankbarer Mensch und super integriert so das sie dem Deutschen fruchtbaren Boden einmal mitten im Lauf ihre Dankbarkeit erweisen musste.. Ja, der Boden war ein wenig überfordert mit der Situation- und Locke am Ende verletzt.

Umso wichtiger also war das eincremen, meiner Roberto Carlos Waden, am Abend davor mit der Pferde Salbe. Die Salbe ist übrigens von Jones, ich nehme an wenn man es oft genug drauf macht wird man zu so einem Hengst.

Der große Tag:

Ein wunderschöner Morgen mit Sonnenschein. Kein Herpes, keine Pickel, keine Verletzungen, Hörnchen & Brötchen (von dem guten teuren Bäcker) zum Frühstück. Wenn ich nicht mit allem Ready war dann weiß ich auch nicht. Los ging es um kurz vor eins nach Wächtersbach. Um 15:20 Uhr war unser Start. Bis wir dort ankamen hatten wir natürlich 20k Horror Szenarien im Kopf, meine Freundin „FBI“ war sogar so gestresst das sie erst mal 3 Kippen im Auto geraucht hatte damit sie wieder runter kam. Hat eigentlich nur noch gefehlt das wir eine kurze Pause eingelegt haben für ein paar Kurze – und schon hätten wir Strong VIKING wirklich alle Ehre gemacht. (Können nämlich wirklich die Wikinger untern Tisch trinken). Dort angekommen der erste Schock, vom Parkplatz aus musste man mehr als einen Kilometer laufen damit man überhaupt erst am Veranstaltungsort ankam. Puuuh heftige Herausforderung für die Mädels. Zudem kam auch noch das uns alle irgendwie komisch anschauten. Nun ja wir waren jetzt nicht so die Spitzensportler aber sahen jetzt auch nicht wirklich so aus wie die Biggest Loser Kandidaten. Vermutlich lag es aber an den langen schwarzen locken von FBI, die sie frisch geföhnt offen trug und dem Erdbeere Lipgloss welches von weitem glänzte wie Chipsfett. Oder auch ganz einfach daran das auf dem Weg zur Startlinie noch geraucht wurde^^. Was’n, vlt. war das Taktik ?! Angekommen, schossen wir erstmal 546879 Selfies. Als das nicht langte ließen wir auch noch mal 9867 Fotos von dem Mitarbeiter vor Ort von uns schießen.  So, das wichtigste war erledigt. Start- Nummern geholt, Anmeldung abgeschlossen, Selfies geschossen und aufm IHHHhhh Dixi Klo beim pinkeln rum geschrien. So richtig wie wahre Wikinger das eben tun. Beim Aufwärmen dann erneut das Kino mit dem Publikum. Dabei hatte Koala Bella das aufwärmen eben einfach eleganter gemacht als andere. Sie mag hektische, schnelle Bewegungen eben nicht. Sie mag es lieber langsam und energiesparend elegant. Deswegen sah es vlt. nur so aus als ob sie mit einem imaginären Hulla Hup reifen sich links und rechts aufwärmt.

An der Startlinie fielen wir anscheinend erneut ein wenig auf. Dabei könnte ich schwören keiner von uns hatte Popel im Gesicht oder Klopapier irgendwo hängen (gab es im Dixi Klo nämlich auch nicht!).Der Moderator, der so motiviert war wie ein Urlaubs Hotel Animateur, machte erneut auf uns aufmerksam indem er Witze auf unsere Kosten raus haute – die uns irgendwie, ah ich weiß auch nicht, so wie,  China Barbie Tussen darstellte. (Was das auch für ein Lipgloss von FBI war, aber Hut ab, es war langanhaltend amk) Das Locke mit Ihren Haaren wie ein Schläger Horror Clown an der Startlinie dabei war, lies unsere Gruppe natürlich doppelt kurios und fehl am Platz wirken. Zudem hatte es nur noch gefehlt, dass er mir sagt;“Na Kleines wo sind denn deine Eltern? die Kids laufen heut nicht.“ Ey, dabei hatten wir alle echt ein Arsch voll Geld in unsere ultra Sportler- Outfits gesteckt gehabt.

However, nicht besonders clever von ihm, er war nun auf unserer Schwarzen Liste. Schließlich sieht man sich am Ziel ja wieder…

Auf die Plätze, fertig, Loooooos. Es ging am Start los mit einer 2m Mauer. Ehmmm.. also schnell auf den Rocker Glatzkopf neben mir geklärt und mich auf seiner Glatze gestützt damit ich rüber springen kann. Ging doch, war voll easy. Die Mädels dann auch hoch gezogen. So ging es dann so einige Kilometer weiter. Ich muss zugeben, die Strecke hatte es in sich, genau wie die Hindernisse auch die von mal zu mal immer schwieriger wurden- ABER meine Kondition war unfassbar. Ich danke dem Typen Namens Trainer, für diese Mega Leistung. Ich habe während dem Lauf wirklich mehrmals innerlich Danke gerufen. Die ganzen Schlägereien, Nervenzusammenbrüche, das Spucken, Hauen, Fluchen, das ultra harte Training im Regen, über Berge mit Geheule und Co hatte sich zum Schluss ausgezahlt. ICH WAR TOPFIT. WIE NIE ZUVOR. Die Strecke durch zu joggen, war absolut kein Problem, auch das auf und ab durch die Hügel waren beim Lauf nahezu ein Kinderspiel. Über die Hindernisse springen, durch den Stacheldraht im Schlamm in Rekordzeit zu kriechen, und den Holz Hammer auf das Schild zu werfen und direkt zu treffen- alles kein Problem. Ich war genau darauf trainiert. Man sieht einfach wie schnell sich der Körper, die Kraft und die Kondition verbessern können. Ich fühlte mich wie eine Maschine- oder einfach eine kleine Duracell Batterie die nicht entlädt. Bei knapp 3km kam eine Hangelleiter- uh Arme, erinnert ihr euch wie ich sagte das ich nicht mal einen Klimmzug kann- hier konnte ich das nicht einmal unter Beweis stellen. Denn ich kam nicht einmal dran. Also musste ich mit Anlauf erst mal an das Gerüst springen um mich dran hangeln zu können – ohne Erfolg. Ich rutschte ab und landete aus der Luft in Zeitlupe direkt auf meinem Steißbein. Autschhh, yess. Ok, ich habe vlt. kurz keine Luft bekommen, und die Helfer fragten ob ich abbrechen will oder gar einen Krankenwagen brauche – NIEEEEMALS! weiter ging es. Im selben Tempo- schließlich tat es beim Stehen oder im Sitzen viel mehr weh also joggte ich noch schneller. Den kompletten Lauf über mussten wir einfach so viel lachen, egal ob wir im Schlamm hängen geblieben waren oder als Gruppe beschlossen hatten eine Abkürzung zu nehmen.. es war sau lustig. Nicht zu vergessen wie Esmeralda sich von einem Fremden, schmächtigen Jungen tragen lies oder im Schlamm verzweifelt war, dass ihre Schuhe so dreckig wurden, dass ihre Mutter zuhause die Krise bekommt. Dann jedoch, kurz vorm Ziel, sahen wir den Moderator, der uns all diese Hindernisse und den Lauf nicht zugetraut hatte, wieder. Wir kletterten gemeinsam zu fünft auf die letzte Ziel- Mauer. Er rief schon vom weiten ins Mikrofon, „Na auf euch hab ich schon gewartet..“. Oben gleichzeitig angekommen, winkten wir ihm alle mit unseren Mittelfingern zu und lieferten ihm die Tussi Show ALL INCLUSIVE. Wir twerkten und tanzten oben auf der Ziel Mauer vom feinsten in Schlamm und Non-Tussi Outfit ins Publikum. Unten angekommen,gab es erst mal ein Bier. Hallo, wir waren nun schließlich STRONG VIKINGS! Nix Prosecco… Nur BIER,LIPGLOSS & SELFIES 😀

Alles in Allem, ein tolles Training, ein toller Trainer, ein tolles Erlebnis.

Was lernen wir daraus? Das es unfassbar wichtig ist, an seine Grenzen zu gehen.Anderen zu vertrauen, zusammen zu halten. Ein solcher Lauf ist ohne Teamwork überhaupt nicht machbar. Gemeinsame Herausforderungen, schweißen Menschen zusammen. Dieses Gefühl ein Hindernis zu überwinden ist unvergleichlich. Man muss sich nur trauen. Wir haben meistens keine Angst vor dem Hindernis, wir haben Angst vor dem was Neu ist. Dem Unbekannten. Sei es ein neues Training, ein neues Abenteuer oder einfach eine Herausforderung. Wir stehen uns meistens nur selbst im Weg.

PS: Morgen lasse ich mir meinen Strong Viking Titel auf die Visitenkarte bedrucken. So krass fühle ich mich also. Man nennt mich jetzt auch Diloshima die Maschine. Japp, ist nicht erfunden, ist so. Wirklich.

Hier gehts zum Strong Viking Obstacle RUN

Hier ist der WELTBESTE Trainer

Cheers, Diloshima

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